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Sachbericht Zeitzeugengespräche 2019

Sachbericht Zeitzeugengespräche 2019

Fragt uns, bevor es zu spät ist!

Hier finden Sie die Termine zu unseren Begegnungen mit Zeitzeug*innen.

Wir laden Interessierte sehr herzlich ein, sich zwecks Teilnahme mit uns in Verbindung zu setzen.

 

Michael Maor (c) Hilde Hildenhagen

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Sachberichte

Zeitzeug*innenbegegnungen im Jahr 2019

 Auch in diesem Jahr durften wir wieder Zeitzeug*innen aus Israel in Deutschland begrüßen.

Zu unseren Gästen zählten Zipora Feiblowitsch, George Shefi, Schoschannah Direnfeld und Tamar Landau.

Alle Zeitzeugenbegegnungen, kann in der Rückschau auf dieses Jahr zusammengefasst werden, waren wieder beeindruckend und erfolgreich- für die SchülerInnen , LehrerInnen, Mitarbeitenden.

Es ist für uns eine große Herausforderung und ein Geschenk, den uns inzwischen nahestehenden Menschen zu begegnen, sie zu begleiten, das differenzierte Programm der Begegnungen vorzubereiten, für ihre angemessene An- und Abreise, einen angenehmen Aufenthalt und die würdige Unterbringung Sorge zu tragen, ihnen partnerschaftlich zu begegnen und alle Fahrdienste mit Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Vorsicht zu übernehmen und zu leisten.

Die Vorbereitung und Durchführung der Begegnungsprogramme erfordert Kreativität und ein hohes Maß an partnerschaftlichen empathischen Fähigkeiten – mit den Leitungen der Schulen und Bildungseinrichtungen, mit den Lehrer*innen und vor allem mit den Schüler*innen, Auszubildenden und Studierenden.

Diejenigen unseres gesamten INI-Teams, die sich diesen Herausforderungen gestellt haben, haben in der Regel für ihr eigenes Leben den größten persönlichen Gewinn. Sie haben echte Freundschaft gefunden und durch die persönliche Begegnung unbegreiflich tiefe Einsichten für ihr ganzes Leben gewonnen.

Es folgen die einzelnen Sachberichte der Begegnungen 2019:

Zeitzeugenbegegnungen in  Brandenburger Schulen mit

Zipora Feinblowitsch vom 17.-22.3.2019

( Begegnung mit 244 Schülerinnen und Schülern)

*18.03.2019 : Europa-Gymnasium v. Saldern in Brandenburg

*19.03.2019 : Gymnasium  Wittstock + Schüler*innen des Gymnasiums Heiligengrabe in der Stadtbibliothek in Wittstock

*20.03.2019:  OSZ Oranienburg

*21.03.2019 : da Vinci Campus in Nauen

*21.03.2019: Begegnung in der Jüdischen Gemeinde Potsdam zum Purim-Fest

Die Zeitzeugin Zipora Feiblowitsch hat sich trotz ihres Alters von 92 Jahren mit Freuden und Enthusiasmus auf  die Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern eingelassen und sie mit Freuden und Empfindsamkeit – trotz ihres furchtbaren Schicksals in Auschwitz und im Lager von Salzwedel – gestaltet.

In allen Schulen haben die Schülerinnen und Schüler zunächst mit innerer Spannung und Beteiligung zugehört und dann auch viele sehr unterschiedliche Fragen gestellt.

Deutlich wurde, dass Zipora sich in einem intensiven Dialog mit den Schülern befand.

Im Anschluss an die Fragen hat Sahava Shakif (Tochter und israelische Begleiterin von Zipora) von ihren komplizierten Erfahrungen des Lebens in einer Holocaustüberlebendenfamilie mit Zipora und ihrem Mann (Pinchas Feiblowitsch) gesprochen. Dies war für die Begegnungen von großer, vertiefender  Wichtigkeit.

Zipora Freiblowitsch wurde gefahren, begleitet und bei den Begegnungen moderiert von den ehrenamtlichen Mitgliedern von INI e.V.:

Jana Kühn, Ursula Nikoleit, Sabine Papies, Henriette Leu, Rudi-Karl Pahnke.

Das Resumé aller Beteiligten war erstens eine große Dankbarkeit für die Begegnungen und zweitens die Hoffnung, dass Zipora – hoffentlich bei guter Kraft und Gesundheit – auch im nächsten Jahr wieder zu Schülerbegegnungen nach Brandenburg kommt.

Zum Leben von Zipora Feiblowitsch –

Zipora Feiblowitsch wurde 1927 in Siebenbürgen (Transsilvanien) geboren. Da diese Region bis zum Ende des Ersten Weltkrieges der österreichischen KuK-Monarchie angehörte, wurde sie im Deutschen Kultur- und Sprachraum erzogen. Als die Nationalsozialisten Jahre später die Kontrolle über das Gebiet übernahmen, fielen auch hier die meisten der einst ca. 180.000 Juden der Shoah zum Opfer. Frau Feiblowitsch überlebte Auschwitz, war in einem Arbeitslager in Salzwedel und auf dem Todesmarsch. Nach der Befreiung lernte sie ihren Mann Pinchas kennen.

Der 29. November 1947 wurde nicht nur in der Nahostgeschichte zu einem historischen Datum – damals stimmte die UNO der Gründung eines Jüdischen Staates zu – sondern auch im Leben von Zipora Feiblowitsch. Die 20-Jährige wanderte an diesem Tag ins damalige Britische Mandatsgebiet Palästina ein, das ihr zur neuen Heimat wurde, wo sie in der Nähe Haifas eine Familie gründete.

In Israel ist sie seit vielen Jahren als Zeitzeugin tätig. Dort spricht sie vornehmlich zu älteren Schülern, Volontären und Soldaten. Darüber hinaus begleitete sie Delegationen nach Polen. Auch in Deutschland war die dynamische Holocaustüberlebende mehrmals tätig.

In ihren Vorträgen betont sie besonders die Bedeutung der Zusammenhänge zwischen dem Holocaust und der Entstehung des Staates Israel.

Ihr Appell: Der Holocaust darf niemals vergessen werden!

 

 

Zeitzeugenbegegnungen in  Brandenburger Schulen mit

Tamar Landau vom 19.05.- 26.05.2019

20.05. : Regine-Hildebrandt-Gesamtschule Birkenwerder

21.05. :  SchülerInnen, LehrerInnen, MitarbeiterInnen des        Landesinstitutes für Schule und Medien/Ludwigsfelde

22.05. : Kantschule in Falkensee

23.05. : Wolkenberg-Gymnasium  Michendorf

24.05. : OSZ Strausberg

25.05. : ausserordentliche Veranstaltung in der Auferstehungskirche In Berlin-Friedrichshain

 

Die Zeitzeugin Tamar hat sich (trotz ihres Alters von 88 Jahren) und trotz Gesundheitsproblemen mit Energie und Freuden auf  die Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern eingelassen. Sensibel berichtet sie über ihre Zeit als siebenjähriges Mädchen im Ghetto und als Zwangsarbeiterin im Alter von 12 Jahren in Neusalz an der Oder, über die bedrückende Erfahrung des Todesmarsches von Neusalz an der Oder nach Flossenbürg, von Flossenbürg nach Bergen-Belsen und dort im Lazarett und Kinderheim in Blankenese b. Hamburg. Schließlich führte sie der weitere Weg  nach Israel – zusammen mit ihrem späteren Ehemann Simcha Landau.

Tamar Landau wurde in Schlesien geboren. Sie kam als Kind in ein Nebenlager von  Auschwitz, dann war sie sie auf dem Todesmarsch –  u.a. durch das brennende Dresden – nach Flossenbürg und von dort nach Bergen-Belsen. In Bergen-Belsen wurde sie sehr schwer krank, aber erlebte dann doch ihre Befreiung.

In Hamburg Blankenese war sie in einem englischen Lager für Holocaust-Kinder und lernte dort ihren späteren Mann Simcha  kennen, mit dem sie nach Israel auswanderte. In Israel studierte sie Pädagogik, war lange Zeit Lehrerin und wurde eine wunderbare Stadtführerin durch das alte Jerusalem und auch Yad WaSchem.

Über sie und die Kinder in dem englischen Lager gibt es einen sehr berührenden Film „Die Kinder von Blankenese“

Tamar Landau ist aus innerer Überzeugung bereit, über ihr Leben und ihre Erfahrungen und Erlebnisse zu berichten und sich befragen zu lassen – und wir alle vom INI-Team sind ja sehr gerne bereit, mit ihr zu den SchülerInnen von Brandenburg zu kommen.

In allen Schulen haben die Schülerinnen und Schüler zunächst mit innerer Spannung und Beteiligung zugehört und dann auch viele sehr unterschiedliche Fragen gestellt.

Bedeutsam war bei allen Veranstaltungen, dass der Sohn von Tamar Landau extra aus London gekommen war. Er hat sie auf eigene Kosten aus Jerusalem abgeholt und nach Berlin begleitet. Er hat sich als Psychologe intensiv und sehr empathisch seine Fragen an die SchülerInnen gestellt, intensiv zugehört und mit ihnen die Antworten reflektiert. Dies war für die Begegnungen von großer, vertiefender Wichtigkeit.

Tamar Landau wurde gefahren, begleitet und bei den Begegnungen moderiert von den ehrenamtlichen Mitgliedern von INI e.V.: Helga Wagner, Ingo Wellmann,  Ursula Nikoleit,  Bergit Doege, Rudi-Karl Pahnke.

Das Resumé aller Beteiligten war auch bei den Begegnungen mit Tamar Landau eine große Dankbarkeit für die Begegnungen und die Hoffnung, dass sie – hoffentlich bei guter Kraft und Gesundheit – auch im nächsten Jahr wieder zu Schülerbegegnungen nach Brandenburg kommt.

27.5. 2019 Rudi-Karl Pahnke

 

 

Bericht zu den Zeitzeugenbegegnungen mit Schoschannah Direnfeld und Rachel Direnfeld

Zeitraum: 18.08.-25.08. 2019

Die Zeitzeugin Schoschannah Direnfeld, die heute in Haifa/ Israel wohnt, ließ sich durch INI e.V. trotz ihrer 91 Lebensjahre nach Brandenburg zu Zeitzeugenbegegnungen einladen.

350 SchülerInnen hörten ihre Geschichte und fragten jeweils intensiv nach.

Das wurde ein (in 5 Schulen) persönlicher Geschichtsunterricht besonderer Art.

INI e.V. bereitete die Reise und die Begegnungen für sie vor, orderte Flüge und Hotelplätze, leistete alle Fahrdienste und moderierte die Veranstaltungen.

Begleitet wurde Schoschannah von ihrer Nichte Rachel aus Haifa, aus dem Verein INI e.V. von Rudi-Karl Pahnke, Steffen Maschke, Henriette Leu, Michal Smorodinski.

Eine besondere Begegnung war für sie und ihre Begleitung auch der Besuch in der jüdischen Gemeinde zum Kabbalat Schabbat und auch der Schabbat in der Gemeinde  – sowie die sehr freundliche Begegnung mit dem Gemeinderabbiner Pressmann.

Termine der Begegnungen mit Shoshannah

19.08. : Zeitzeugengespräch im Puschkin-Gymnasium Henningsdorf

20.08. : Begegnung und Gespräch mit hörbehinderten Kindern und Jugendlichen in der Witzlebenschule

21.08. : Schiller-Gymnasium Königs Wusterhausen

22.08. : Berlin, Ev. Gymnasium Frohnau

23.08.:Voltaire-Gesamtschule Potsdam

 Gesamt : 350 SchülerInnen

 

Shoshana Direnfeld   Lebensbericht Shoshana Direnfeld  durch eine Schülerin aus dem OSZ Strausberg

„Schau dort, wo der Rauch ist. Dort ist deine Mutter“       

Shoshana Direnfeld, die 1928 in Ungarn geboren wurde, erzählte uns, wie schwer die Zeit des NS- Regime für eine Jüdin war. Sie wurde gezwungen, einen Judenstern zu tragen und musste im Alter von 12 Jahren die Schule verlassen. Bereits diese Änderung war schwer, denn „es war traurig aufhören zu lernen“.

Die zunehmende Diskriminierung von Juden, die in einer systematischen Verfolgung endete, ging auch an ihr und ihrer Familie mit den insgesamt acht Kindern nicht vorbei. Auch ihrer Familie wurden ihr Auto und ihr weiterer Besitz genommen. Weshalb Shoshana sich im jungen Alter von vierzehn Jahren auf die Arbeitsuche machte. Mutig betrat sie ein Geschäft, welches an der Tür deutlich eine Warnung enthielt, dass Juden nicht erwünscht seien. Sie bettelte die Geschäftsführerin an, ihr Arbeit zu geben und schilderte ihre schlechte Lage. Das große Mitleid für das junge Mädchen ließ die Geschäftsführerin nachgeben. Sie forderte sie auf den Stern abzulegen und niemals zuzugeben, dass sie eine Jüdin sei.

Vieles, was in den nächsten Jahren passierte, bekam ihre Familie ohne den Besitz von Telefon, Radio oder Fernsehen nicht mit. Jedoch wurden auch sie im Jahre 1944 zur Deportation abgeholt.

„ Barbarisch“, so die Zeitzeugin, waren die Transportbedingungen in einem Viehwagen der Eisenbahn, der sie ins Ghetto brachte, wo sie kaum Essen zur Verfügung hatten. Dies blieb jedoch nicht ihre letzte Station. Auch aus diesem Ghetto wurden sie wieder abgeholt und musste vier Tage  ohne Wasser oder Nahrung in dem Zug verbringen, der sie direkt nach Auschwitz brachte.

Hier rettete eine entscheidende Intuition der damals 15- jährigen das Leben. Bei der durchgeführten Selektion entschied sie sich zu lügen und sich als achtzehn auszugeben. Sie und drei weitere Schwestern wurden nach rechts geschickt. Ihre Mutter und ihre weiteren Geschwister, die nach links geschickt wurden, sollten sie nie wiedersehen. Der SS Lagerarzt Josef Mengele entschied hier über Leben und Tod und schickte Kinder, Schwache und Alte nach links. Dieser Weg führte direkt in die Gaskammer und in den Tod.     Insgesamt 2 Millionen Kinder fanden im Holocaust  ihren Tod und auch Shoshana musste sich vom einem Wärter anhören lassen : „ schau dort, wo der Rauch ist. Dort ist deine Mutter“.

Kurz vor der Befreiung durch die Rote Armee im Frühjahr 1945 wurden die Überlebenden auf  einen Todesmarsch geschickt. Die geschwächten Häftlinge gingen solange bis sie umfielen und einfach zurückgelassen wurden.

Sie erzählte uns von ihrem Lageralltag: dem „ Sand im Essen“ und dem „ verrückt machen mit Musik“, die alle aus ihren Baracken holte und dazu zwangen, ewig draußen in der Kälte zu stehen. Shoshana konnte sich nicht nur genau an ihre Nummer, die 61807, sondern auch an die Schläge erinnern, die sie erhielt, da sie Schuhe versteckt hielt. Ihren Rücken prägt heute eine große Narbe von diesen Misshandlungen.

Von diesem furchtbaren Ort kam sie nur weg, als sie von einem Mann mitgenommen wurde, der eine Fabrik besaß und Arbeiter benötigte. In diesem Betrieb in Tschechien sei es „ viel besser gewesen“, da sie Essen und richtige Betten erhielten. Über die Zeitung erfuhr sie vom Kriegsende und gelangte mit der Eisenbahn nach Budapest, wo sich eine jüdische – zionistische Organisation befand, die ehemaligen Auschwitzhäftlingen Hilfe anbot.

Sie erfuhr, dass ihr Vater und weitere Geschwister in den Lagern ermordet wurden. Das Trauergefühl begleitet sie nun ihr gesamtes Leben.

Shoshana stellt klar, wie wichtig es ist, nicht zu vergessen, die Geschichte unseres Landes zu erzählen, damit so etwas nie wieder passieren kann.

Für sie gibt es nicht eine Nacht, in der sich nicht daran zurückdenken muss. Mit großer Mühe erzählte sie uns ihre Geschichte, die sie noch nicht mal ihren Kindern erzählen wollte.

 

Bericht zu den Zeitzeugenbegegnungen  

Georg Shefis und seiner Frau Yael

Zeitraum: 20.10. – 27.10.2019

Das Ehepaar Shefi wurde im oben genannten Zeitraum (–und darüber hinaus , da unsere Gäste einige Tage länger in Berlin verweilten -) von INIe.V. betreut und begleitet. Organisiert hatte INI e.V. alle Begegnungen  in 5 folgenden Schulen.

21.10: Bewegte Schule, Straße der Jugend 75, Cottbus; teilgenommen: 25 Schüler*nnen und 4 Lehrer*innen

22.10.: Louise-Henriette-Gymnasium, Dr.-Kurt-Schumacher-Str.8, Oranienburg: teilgenommen: 30 Schüler*innen 3 Lehrer*nnen sowie 15 Schüler*nnen des Filmprojekts des OSZ Oranienburg mit seinen Organisatorinnen und Betreuerinnen: Jana Kühn (Kulturwissenschaftlerin – Mitglied bei INI und Filmregisseurin)

23.10:  Waldorfschule, Berlin; teilgenommen:  128 Schüler*nnen und 7 Lehrer*nnen

24.10.:  Elsterschlossgymnasium, Elsterwerder; teilgenommen: 83 Schüler*nnen und 8 Lehrer*nnen sowie die Bürgermeisterin des Ortes

25.10.:  Leonardo-da-Vinci-Schule, Esplanade 3, Potsdam, teilgenommen: 44 Schüler*nnen und 3 Lehrer*nnen

29.10.: Projektarbeit im obengenannten Projekt; Durchführen von Filminterviews mit Georg und Yael Shefi durch Schüler des OSZ

Während der Begegnungsarbeiten in den Schulen begleiteten und betreuten Rudi-Karl Pahnke, Stefanie Maschke, Jana Kühn, Bergit Doege, Ursula und Peter Nikoleit das Ehepaar Shefi mit Fahrdiensten, Moderationen und anschließenden Gesprächen.

In seinen Vorträgen ging Georg Shefi sehr einfühlsam -und auch mit dem ihm eigenen Humor- auf die unterschiedliche Alterstufen der Schüler*innen in den Schulen ein.

Er war als siebenjähriger Junge mit einem der Kindertransporte nach England gelangt. Dort wurde er erst von einer christlichen Familie aufgenommen, dann von einer jüdischen. Sie ermöglichten ihm den Schulbesuch, insgesamt auch ein relativ gutes Leben. Trotzdem fehlte die Herzenswärme seiner Mutter, seiner Tante, seines Großvaters.

1943 kam er auf einem kanadischen Truppentransporter über Montreal nach New York – zu seinem dort lebenden Onkel.

Seine Mutter aber sah er auf seiner Fahrt im Kindertransport nach England im Bahnhof Friedrichstraße und dann in Berlin – Grunewald aus dem fahrenden Zug zum letzten Mal.

Sie und seine Tante wurden in Auschwitz ermordet, sein Großvater kam durch Zwangsarbeit in Berlin um. Nach dem Krieg übersiedelte George nach Israel. Später fand er dann sogar seinen Vater, der durch seine Emigration überlebt hatte und dann in Australien lebte.

Für alle seine Zuhörer*innen war es schwer begreiflich, dass ein so kleiner Junge auf sich gestellt durch sein Leben gehen musste. Seine Lebensgeschichte berührte die Schüler- und ihre Lehrer*nnen sehr.

Das zeigte sich auch an den Fragen, die in jedem Gespräch nach Georg Shefis Vorträgen gestellt wurden.

 

Zusätzlich : Jana Kühn – Vereinsmitglied – konzipierte und arbeitete zusätzlich in einem Filmprojekt mit Schülern des OSZ Georg Mentheim in Oranienburg. Das Projektergebnis wurde in  im OSZ am 12.11. präsentiert.

 

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